Sirenen heulen auf – und wer Lust hat, stimmt einfach mit ein.
Der Sirenenchor Isar-Loisach ist kein klassischer Chor, sondern ein offenes Singprojekt im Oberland. Entstanden aus einer Festivalidee, inzwischen fest verankert in der Region, wird hier in Workshops und öffentlichen Proben gemeinsam gesungen – ohne Vorsingen, ohne Druck, aber mit ziemlich viel Energie.
Wer gern singt, sich ausprobieren möchte und keine Lust auf starre Chorstrukturen hat, findet hier genau den richtigen Raum: laut, leise, manchmal schräg, oft überraschend – aber immer gemeinsam.






Sirenenchor Isar-Loisach – offenes Singprojekt mit Haltung und Herz
Der Sirenenchor ist so etwas wie ein musikalischer Ausnahmezustand auf Zeit – entstanden aus einer spontanen Idee im Rahmen des PiPaPo-Festivals im Geltinger Hinterhalt und dann einfach nicht mehr verschwunden. Eigentlich war das Ganze als einmaliges Projekt gedacht, mit ein paar Proben und einem Auftritt. Daraus wurde: ein Chor, der bleibt. Ohne Aufnahmeprüfung, ohne feste Verpflichtungen, ohne Chorgedöns. Dafür mit offenen Türen, offenen Stimmen und der klaren Ansage: Wer Lust hat, kommt einfach dazu.
Im Programm landen Lieder, die nicht nur hübsch klingen wollen, sondern gerne auch ein bisschen aufrühren. Es geht um Frauenleben, Gleichberechtigung, Gesellschaft, Umwelt und alles, was sonst noch zum Aufheulen sein könnte. Der Name ist dabei Programm: Sirenen im ursprünglichen Sinn – nicht die zum Abschrecken, sondern die, die etwas hörbar machen. Und weil das Leben selten nur geradeaus läuft, wird auch auf der Bühne nicht brav in Reih und Glied gestanden. Da darf gespielt, bewegt und manchmal auch ordentlich gelacht werden.
Öffentliche Proben im Sirenenchor – einfach dazukommen und mitsingen
Geprobt wird unter professioneller Leitung (aktuell Caro Roth), meist in offenen, mehrstündigen Workshops. Das Ganze ist kostenlos und ausdrücklich für alle gedacht – egal ob mit viel oder wenig Gesangserfahrung, egal welches Alter oder welche Vorerfahrung. Wichtig ist nur die Lust, gemeinsam etwas entstehen zu lassen. Der Chor probt in der Regel im Hinterhalt in Gelting, manchmal auch an anderen Orten im Landkreis, und lädt regelmäßig zu öffentlichen Proben ein, bei denen man unkompliziert dazukommen kann.
Und genau dort wird es dann konkret: Eine öffentliche Probe ist kein „Schnuppertermin mit Abstand“, sondern eher ein echter Einblick in die Arbeit. Drei Stunden singen, ausprobieren, lachen, scheitern, weitermachen – mit Pause zwischendrin und ohne Leistungsdruck. Wer kommt, ist drin. Wer wiederkommt, sowieso.
Der Sirenenchor versteht sich als offenes Kulturprojekt im Oberland, das Menschen zusammenbringt, die gern singen, aber keinen klassischen Choralltag suchen. Aus dem gemeinsamen Klang entsteht dabei oft mehr als Musik: ein Stück Selbstvertrauen, eine Portion Mut und das gute Gefühl, nicht allein zu singen, wenn es im Alltag manchmal zum Heulen ist.